Retouren 2.0 – Diese Lösungen verändern aktuell das Retourenmanagement

Der Umgang mit Rücksendungen befindet sich im Wandel: Von einem reinen Kostenfaktor wird das Retourenmanagement zum Differenzierungsmerkmal – und zu einer echten Chance für Brands, sich strategisch zu positionieren.
69 % der Onlinehändler sehen sich mit Herausforderungen im Versand- und Retourenmanagement konfrontiert, insbesondere hinsichtlich Kosteneffizienz, Nachhaltigkeit und Kundenbindung.1
In 2025 braucht es daher neue, intelligente Wege, mit Rückgaben umzugehen. Die gute Nachricht: Dank smarter Tools lassen sich innovative Ansätze heute einfacher umsetzen als je zuvor.
In diesem Artikel zeigen wir dir, welche Lösungen das Retourenmanagement aktuell verändern – mit konkreten Best Practices, die deiner Brand helfen können, Rücksendungen neu zu denken.
1. Weiterverkaufen statt vernichten: Direkt zum Resale-Partner
Laut einer Studie der Universität Bamberg werden in Deutschland jährlich über 500 Millionen Artikel retourniert – Tendenz steigend.2 Das Problem: Ein Großteil der Artikel kann als neuwertig wiederverkauft werden, viele Produkte landen jedoch auf dem Müll, besonders in der Textilbranche.3
Da Nachhaltigkeit für Kunden und Brands ein zunehmend wichtiger Faktor ist, werden sogenannte Re-Commerce Strategien immer wichtiger. Eine davon: Resale.
Retouren, die im eigenen Shop nicht mehr als neuwertig verkauft werden können oder zu teuer in der Wiederaufbereitung sind, werden automatisiert an externe Partner weitergeleitet – etwa an Plattformen für B-Ware. So wird aus Retouren ein zweiter Umsatzkanal.
Re-Commerce erlebt derzeit einen bemerkenswerten Aufschwung: Immer mehr Verbraucher entscheiden sich für den Kauf gebrauchter Produkte, sei es aus Gründen der Nachhaltigkeit oder Kostenersparnis.4 Unternehmen wie Zalando oder Patagonia reagieren auf diesen Trend, indem sie eigene Plattformen für den Wiederverkauf etablieren. Diese Entwicklung zeigt, dass der Secondhand-Markt nicht nur ein vorübergehender Trend ist, sondern ein fester Bestandteil der modernen Konsumkultur geworden ist.5
2. Die Grüne Retoure: Behalten statt zurückschicken
Bei Produkten mit niedrigem Warenwert lohnen sich Rücksendungen wirtschaftlich nicht – weder für den Händler noch für den Kunden. Die Lösung: Die sogenannte „Grüne Retoure“.
Hierbei darf der Kunde das Produkt behalten, erhält aber dennoch eine Rückerstattung oder Ersatz – etwa bei geringen Mängeln oder einer Falschlieferung.
Besonders für Kosmetik-Brands eignet sich diese Option. Geöffnete und bereits benutzte Kosmetik kann nicht weiterverkauft werden – warum also dafür bezahlen, die Ware zu versenden und im Lager abwickeln zu lassen, um sie dann zu entsorgen?
Die Grüne Retoure zeigt außerdem Kulanz und führt dazu, dass Kunden einfach zufriedener mit ihrem Einkauf sind.
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3. Spenden statt entsorgen: CSR trifft Effizienz

Retouren mit kleinen Mängeln, beschädigter Verpackung oder leichten Gebrauchsspuren sind häufig nicht mehr regulär verkäuflich – aber noch völlig funktionstüchtig.
Ein wachsender Trend ist daher das automatisierte Spenden von Rücksendungen an soziale Einrichtungen. Das verbessert nicht nur die Umweltbilanz, sondern stärkt auch das Markenimage. Kunden reagieren nachweislich positiv auf soziale Verantwortung im After-Sales-Prozess.Eine Umfrage zeigt, dass 88 % der deutschen Verbraucher soziales Engagement bei der Beurteilung eines Unternehmens für wichtig halten.6
4. Outlet im eigenen Store: Retouren als Zweitverwertung
Was IKEA mit dem „Zweite-Chance-Markt“ vormacht, funktioniert auch im E-Commerce: Rückläufer werden im eigenen Shop zu reduzierten Preisen verkauft – mit dem Hinweis auf Gebrauchsspuren oder geöffnete Verpackung.
Das steigert nicht nur den Abverkauf, sondern reduziert Lagerkosten und zeigt Kunden, dass deine Brand nachhaltig denkt. Besonders bei hochpreisigen oder langlebigen Produkten (Möbel, Technik, Haushaltsgeräte) bietet sich dieser Ansatz an.

5. Reparieren statt ersetzen: Service mit Mehrwert
Immer mehr Kunden hinterfragen die Wegwerfmentalität. Statt direkt ein neues Produkt zu liefern, kann eine Reparaturoption im Retourenprozess wirtschaftlich sinnvoll und ökologisch wertvoll sein.
Besonders bei technischen Geräten, Accessoires wie Uhren oder Möbeln kann ein Reparaturservice die Lebensdauer verlängern – und gleichzeitig die emotionale Bindung zur Brand stärken.

6. Rückgabe im Store: Retouren als Umsatzchance vor Ort
Return in Store bedeutet: Kunden können ihre Online-Bestellung einfach im stationären Geschäft zurückgeben. Das ist nicht nur bequem für Kunden sondern lohnt sich auch für dich: Eine Studie des International Council of Shopping Centers (ICSC) zeigt, dass 66 % der Kunden, die eine Online-Retoure im Store abgeben, bei ihrem Besuch zusätzlich einkaufen.7
Besonders Brands mit Pop-ups, Flagship-Stores oder Partnerfilialen können von dieser Strategie profitieren.
Fazit: Individualisiere deinen Rückgabeprozess – und schaffe echten Mehrwert
Retouren 2.0 stehen für einen Paradigmenwechsel: vom Standardprozess hin zur markenspezifischen Lösung. Es geht nicht mehr nur darum, Produkte zurückzunehmen – sondern darum, wie du Rückgaben strategisch nutzen kannst, um Kundenbedürfnisse zu erfüllen, Kosten zu senken und nachhaltig zu handeln.
Ein flexibles Retourenmanagement-Tool wie 8returns unterstützt dich dabei, genau diese Prozesse individuell zu gestalten – automatisiert, effizient und markenkonfrom.
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